14.12.2020 / NEWS, Veranstaltung

NÖ Startups ausgezeichnet

Bei einer virtuellen Preisverleihung wurden kürzlich die besten niederösterreichischen i2b-Businesspläne des Jahres 2019 gewürdigt. Die Preisverleihung erfolgte durch Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger und WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker.

 
 

„Niederösterreich ist ein Gründerland. Immer mehr – auch junge – Menschen zeigen den Mut und die Entschlossenheit, selbst unternehmerisch tätig zu sein“, betont Landesrat Jochen Danninger. „Das zeigt sich auch beim größten österreichweiten i2b-Business Wettbewerb, wo Niederösterreich immer wieder Sieger und Preisträger hervorbringt. Grundlage dafür ist die durchgängige Begleitung, die bei der Gründung besteht. Beginnend mit dem Creative-Pre-Incubator-Programm an den niederösterreichischen Fachhochschulen über das Riz-up Gründerservice und dem Technologie-Inkubator accent, bis hin zum Venture Capital-Fonds der tecnet bieten wir ein sehr spezialisiertes und effizientes Unterstützungsprogramm an“.

Innovative, technologieorientierte Startups sind die Business Champions von morgen und damit ein wesentlicher Bestandteil für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandortes. Darum setzt das Land Niederösterreich auf eine flächendeckende und individuelle Begleitung dieser Unternehmen und auf wichtige Kooperationen wie mit der Wirtschaftskammer NÖ.

„Junge Unternehmen schaffen neue Vernetzungen, sorgen für neue Ideen und Produkte und geben dem Wirtschaftsstandort Niederösterreich damit zusätzliche Dynamik“, so Wolfgang Ecker, der Präsident der Wirtschaftskammer NÖ (WKNÖ). „Mit dem WKNÖ-Gründerservice als Ansprechpartner Nummer 1 für Gründerinnen und Gründer und unserer neuen  ‚StartupNOW‘-Initiative sorgen wir für Insider-Tipps und passende Beratungen für Niederösterreichs Startups.“

Die niederösterreichischen Startups sind hochinnovativ und daher auch beim i2b Businessplanwettbewerb immer vorne dabei. Auf Bundesebene wird i2b durch die wichtigsten Startup Partner des Landes, unter anderem die AWS, WKO, Deloitte und die Presse, umgesetzt. Die niederösterreichische Prämierung findet in Zusammenarbeit mit dem i2b-ideas to business, dem Land Niederösterreich, der Wirtschaftskammer NÖ, sowie tecnet und accent statt.

Sieger wurde das in Langenzersdorf ansässige Startup myBioma von Barbara Sladek und Nicolaus Gasche. Das BioTech-Startup führt DNA-Analysen der Darmflora (Darm-Mikrobiom) von B2C-Kunden durch. Es gibt mehr als 1000 Bakterienstämme mit mehr als 30 Billionen Mikroorganismen, aus denen das Darm-Mikrobiom eines Menschen besteht. Die genaue Zusammensetzung ist dabei bei jedem Menschen unterschiedlich. myBioma schlüsselt dieses Mikrobiom mittels selbst entwickelter Gensequenzierungs-Software auf, und liefert darauf aufbauend individuelle Empfehlungen, etwa zur Ernährung. Unterstützt wird myBioma durch den Technologie Inkubator des Landes Niederösterreich, accent.

Mit dem zweiten Platz ausgezeichnet wurde das Wr. Neustädter Start-up MARSCHPAT von Patrick Rupprecht, Carina Eigner und Markus Wenzel mit ihrem Digitalen Notenmanagementsystem. MARSCHPAT ist das erste digitale Gesamtsystem für Blaskapellen und Orchester. Es ermöglicht die sichere, schnelle und digitale Bereitstellung, Verwaltung und Anzeige von Notenmaterial und bietet den Musikern und Musikvereinen, als auch den Verlegern großen Mehrwert durch effiziente Digitalisierung.

Dritter wurde Ikonity von Elena Vacano und Matthias Dollfuss aus Wieselburg. Die Alternative zu Massenkonzernen. IKONITY bietet auf der Online-Plattform www.ikonity.at ein breites Angebot an moderner, nachhaltiger Mode von Jungdesignern. Erstmalig als nachhaltige Mode-Online Plattform im deutschsprachigen Raum ermöglicht IKONITY Privatpersonen neben dem Kauf von neuen Designs auch den privaten Wiederverkauf von bereits gekaufter Ware über die IKONITY-Plattform als „SecondChance“ Ware an. Ikonity wurde bei der Entwicklung ihrer Idee vom Creative-Pre-Incubator-Programm des accent und der Fachhochschule Wr. Neustadt/Zweigstelle Wieselburg unterstützt.

Mit dem Sonderpreis „Social Business“ ausgezeichnet wurde Doing Circular von Sören Lex aus Wr.Neustadt. Empowering durch Kunststoffrecycling. Doing Circular entwickelt simple und kostengünstige Maschinen und Entrepreneurial Tools um einen einfachen Zugang zur Wertschöpfungskette von Kunststoffrecycling zu ermöglichen. Dadurch werden Arbeits- und Ausbildungsplätze weltweit geschaffen, die Natur gesäubert und Menschen neue Chancen ermöglicht. Das Startup wurde heuer auch mit dem UNIDO-Preis ausgezeichnet und das Team wird seit einem halben Jahr durch den Technologieinkubator des Landes Niederösterreich accent unterstützt.

Unterstützung finden Jungunternehmer bei der Finanzierung bei tecnet equity rund um Geschäftsführerin Doris Agneter. Der niederösterreichischen Fonds mit einem Volumen von 50 Millionen Euro investiert vor allem an der Schnittstelle zwischen Forschung und Startups – perfekt also auch für Spin-offs von Bildungseinrichtungen.

„2020 hat eindrücklich gezeigt, dass sich Menschen in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten intensiver mit neuen beruflichen Perspektiven und Ideen auseinandersetzen. Erkennen kann man das an den 1.704 Businessplänen, die im heurigen Jahr auf i2b angelegt wurden und einen neuen Rekord darstellen“, betont i2b-Geschäftsführer Emanuel Bröderbauer.

WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker, Barbara Sladek und Nicolaus Gasche (myBioma), LR Jochen Danninger

 

Marschpad Rupprecht Patrick,  Doing Circular vorm. Plasticpreneur Sören Lex, Ikonity Matthias Dollfuss, myBioma Nikolaus Gasche und Barbara Sladek, LR Jochen Danninger, WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker und tecnet Geschäftsführerin Doris Agneter.